Bekämpfung der stark invasiven Asiatischen Hornisse

Beginn:
Ende:

Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung beschließt die Bekämpfung

Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung beschließt die Bekämpfung der stark invasiven Asiatischen Hornisse in Würselen

Die Fraktionen von CDU, SPD, FDP, Die Partei und Die Linke und unsere Fraktion beantragten die aktive Bekämpfung der stark invasiven Asiatischen Hornisse auf Würselener Stadtgebiet.

Wir begrüßen diesen Beschluss ausdrücklich, an dem wir maßgeblich mitgewirkt haben.

Warum sollte die Asiatische Hornisse Bekämpft werden?

1. Schutz der heimischen Artenvielfalt

Die Asiatische Hornisse stellt eine ernst zu nehmende Bedrohung für die heimische Insektenwelt dar, insbesondere für Honig- und Wildbienen wie auch andere bestäubende Insekten, die für die Aufrechterhaltung der lokalen Biodiversität von zentraler Bedeutung sind.
Sie ist ein extrem effizienter Jäger, dessen Speiseplan zu einem großen Teil aus heimischen Insekten besteht. Neben Honigbienen jagt sie massiv Wildbienen, Wespen, Schmetterlinge, Schwebfliegen und Spinnen. Da unsere heimischen Ökosysteme evolutionär nicht an diesen neuen Prädator angepasst sind, stellt die Ausbreitung eine massive Bedrohung für die ohnehin unter Druck stehende lokale Insektenpopulation dar.

2. Massive Bedrohung für die Imkerei

Honigbienen sind eine leichte und bevorzugte Beute für die Asiatische Hornisse. Die Hornissen "belagern" regelrecht die Fluglöcher von Bienenstöcken und fangen die heimkehrenden Arbeiterinnen im Schwebeflug ab. Dieser permanente Jagddruck führt dazu, dass die Bienen den Stock nicht mehr verlassen, um Nahrung zu suchen. In der Folge können ganze Völker verhungern oder durch den ständigen Stress geschwächt zugrunde gehen.

3. Landwirtschaftliche und ökologische Folge-Schäden

Durch die Dezimierung von Honig- und Wildbienen fehlen wichtige Bestäuber in der Natur und in der Landwirtschaft. Dies kann langfristig zu spürbaren Ertragseinbußen im regionalen Obst- und Gemüsebau führen. Zudem fressen die Hornissen im Spätsommer, wenn sie Kohlenhydrate für die Aufzucht der Geschlechtstiere benötigen, auch gerne an reifen Früchten wie Äpfeln oder Weintrauben und beschädigen die Ernten direkt.

Wir, vom Ortsverband Würselen des Bündnis 90 / Die Grünen, begrüßen den Entschluss des Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung vom 19.03.2026, so dass die Stadt Würselen sich dieser Problematik frühzeitig widmet und geeignete Maßnahmen entwickelt.

Zurück