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Kostenlose Ausgabe von Fassadenbegrünung und Wildsamenmischungen

Nach dem aktuellen UN-Bericht sind rund eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Viele Arten werden bereits in den kommenden Jahrzehnten für immer verschwinden, heißt es in dem Report zur weltweiten Artenvielfalt, den der Weltrat für Biodiversität (IPBES) in Paris veröffentlichte.

Beitrag vom: 15.05.2019

 

Unser Antrag:

Der Bericht verdeutlicht, dass das Artensterben derzeit bis zu 100 mal schneller voranschreitet als in früheren Epochen. Schuld daran sei u.a. die intensive Landnutzung, das Wachstum der Städte aber auch der Klimawandel. Damit zerstört der Mensch seine eigenen Lebensgrundlagen.

Die Wissenschaftler fordern in dem Report "tiefgreifende Änderungen" zum Naturschutz. Eine Massnahme, die auf kommunaler Ebene mit relativ einfachen Mitteln kurzfristig angegangen werden kann, ist die Anlegung von Blühflächen die den Insekten als Nahrung dienen.

Aber auch die Bürgerinnen und Bürger können in ihren privaten Gärten einen wertvollen Beitrag zum Insektenschutz leisten, in dem sie hier ebenfalls Blühflächen anlegen. Auch schon kleinste Areale können einen wichtigen Beitrag leisten.

Zudem kann über eine einfache Fassadenbegrünung durch Kletterpflanzen die ökologische Wertigkeit im innerstädtischen Bereich erhöht werden. So sind blühende Kletterpflanzen nicht nur eine optische Bereicherung, auch bieten sie Nahrungsgrundlage für viele Insektenarten wie Schmetterlinge oder Bienen.

Vor vielen Jahren bot die Stadt Würselen über die KDW die Möglichkeit an, preisgünstig Wildblumensamen zu erwerben. In den 90 er Jahren wurde zudem eine Aktion von der Stadt durchgeführt bei der kostenlos Pflanzen zur Fassadenbegrünung (z.B. Geißblatt, Wilder Wein, Kletterosen)  an Hausbesitzer verteilt wurden.

Diese Aktionen fanden sehr großen Zuspruch.

Wir bitten Sie, Herr Nelles darum, diese Aktionen erneut durchzuführen und somit dem Artensterben auch mit kleinen Maßnahmen auf kommunaler Ebene entgegenzuwirken. Die Samenmischungen und Pflanzen könnten hierbei ebenfalls kostenlos oder zumindest gegen einen kleinen Kostenbeitrag an Interessierte Bürgerinnen und Bürger verteilt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Renate Knauf