#nurmitRoger - warum wir einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten mit der CDU haben

    Autor: Vorstand von Bündnis 90 - Die Grünen - Würselen

    Hier erklären wir, warum Roger Nießen für Würselen der beste Grüne Bürgermeister ist und am 27.9. unsere Stimmen verdient!

    Beitrag vom: 15.09.2020

     

    "Wieso habt Ihr keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten oder -Kandatin? Wieso habt Ihr einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten mit der CDU?"

    "Mit der CDU???"

    Diese und ähnliche Fragen wurden uns in den letzten Wochen und Monaten öfter gestellt. Das ist verständlich, weil wir alle in Deutschland so sozialisiert wurden, dass wir in Bezug auf Wahlen sofort an Parteien denken: Bei Wahlen in Deutschland werden Parteien gewählt. Und wenn stattdessen irgendwo Personen zum Ankreuzen stehen, dann stehen diese für eine Partei. Parteien haben Grundsatzprogramme und darauf aufbauenden Programme für Land und Kommunen … also wählt man auf jeder Ebene Parteien.

    Unser Wahlprogramm für diese Kommunalwahlen haben wir an die Bedingungen in Würselen, in der StädteRegion und der Euregio angepasst. Das war überzeugend; wir danken Ihnen und Euch für Ihre und Eure Stimmen. Wir haben unseren Stimmanteil und unsere Ratssitze verdoppelt!

    Wir haben einen Bürgermeisterkandidaten. Dieser steht nicht nur für uns, sondern auch noch für eine andere Partei, nämlich für die CDU. Die einzelnen „Gruppierungen“ innerhalb der CDU sind durchaus unterschiedlich, d.h. man darf nicht automatisch von der Bundes-CDU oder Landes-CDU auf die CDU in Würselen schließen.

    Wir kennen Roger Nießen und die hiesige CDU sehr gut. Die CDU Würselen hat sich für diese Wahlen bewusst auf die Zusammenarbeit mit uns eingelassen und viele wichtige grüne Themen sind in die Absprachen mit Roger und der CDU eingeflossen. Er wurde mit seinem Bürgermeisterprogramm mit 100%iger Zustimmung von der CDU nominiert. Roger Nießen steht für uns und unsere grünen Ziele. In den letzten Jahren und Jahrzehnten haben wir gemerkt, dass die CDU und ihre einzelnen PolitikerInnen verlässlich sind und zu ihren Aussagen stehen.

    Wir wurden auch manchmal gefragt, weshalb wir nicht mit der SPD zusammenarbeiten. Dazu lässt sich sagen, dass die Würselener SPD in den letzten Jahren die Gestaltungsmehrheit in unserer Stadt hatte, aber in für uns Grüne wichtigen Themen trotzdem nur sehr wenig unternommen hat, allen voran im Klimaschutz. Das ist für uns unverständlich, denn der Klimawandel ist schon seit längerer Zeit deutlich spürbar. Auch der Politik-Stil der hiesigen SPD und die Art des Kommunizierens sind für uns oft nicht nachvollziehbar.

    Ökologischer und ökonomischer Wandel
    Wir haben deutlich gemacht, dass wir für einen Wandel stehen in ökologischer und ökonomischer Sicht, für interkommunale und euregionale Zusammenarbeit und eine breite Bürgerbeteiligung aus unserer Stadtgesellschaft heraus. Der von uns propagierte ökosoziale Wandel für den Umbau zu einer sozial- und klimagerechten Gesellschaft kann gelingen und ist absolut notwendig. Vormals als Gegensätze dargestellte Pole wie Wirtschaft und Nachhaltigkeit oder Klimaschutz können und müssen verbunden werden. Das kann funktionieren, wenn wir Wirtschaft und Nachhaltigkeit in einem neuen Ordnungsrahmen denken. Und dieser neue Ordnungsrahmen orientiert sich an Visionen, an Zielen, an Projekten und den Projektschritten darauf zu.
    Je höher die Bereitschaft von Personen und Systemen – und damit auch Parteien – ist, gemeinsam an den Projekten zu arbeiten, desto breiter wird der Rahmen und desto mehr Menschen und ihre Ideen finden eine Möglichkeit zur Mitarbeit. Nennt man das grüne Naivität? Einige vielleicht. Wir nennen es grüne Zukunftsfreude und meinen eine lustvolle und kreative Haltung, wie wir die gewaltigen Herausforderungen unserer Zeit auch in unserem kleinen Würselen angehen können. Gemeinsam!

    Wir möchten mit Ihnen und Euch raus aus den Sackgassen des Gegeneinanders, rein in die oben beschriebene Veränderung von Wirtschaft und Gesellschaft. Wir möchten eine Diskussions- und Austauschkultur in der Verwaltung, in den Ausschüssen und im Rat, die die Zusammenarbeit unterstützt und wertschätzt – und nicht die verletzende und sarkastische Gegen(einander)arbeit à la „Wer ist besser, schneller, weiter“.

    Mit Roger erhält Würselen den Fachmann an der Spitze der Verwaltung, der fachlich versiert mit den Mitarbeitenden der Verwaltung alle Wege und Möglichkeiten finden und gehen wird, so dass wir in Ausschüssen, Rat und mit allen Formen der Bürgerbeteiligung ein lebens- und liebenswertes grünes Würselen gestalten können.
    Wir möchten den Kolleg*innen in der Verwaltung Arbeitsplätze und Freiräume zum Planen und Entscheiden in ihren Fachgebieten geben auf der Basis des Wissens, dass sie für ein Gemeinwohl und eine Stadt agieren und nicht von oben herab gegen diese.

    Wir brauchen eine breite Basis an Offenheit, Empathie, Intelligenz und Expertenfachwissen, um alles zu tun, den Wandel in ökologischer und ökonomischer Sicht hinzubekommen.
    Das schließt Interesse, Informationswillen, Fachwissen, Wissen um den effektiven Einsatz der Haushaltsmittel, Wissen um Gesetze und Fördermittel ebenso ein wie Kommunikationsfähigkeit, Teamwork, Führungskompetenz, und die Fähigkeit, Veränderungsprozesse zu gestalten und zu begleiten.

    Und jetzt nochmal zurück zur Frage: Warum habt Ihr keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten? Wir sagen: Wir haben einen, weil wir Interessent*innen und ein Auswahlverfahren hatten mit dem Ergebnis, den Besten für den richtigen Wechsel in Würselen ausfindig gemacht zu haben: Roger Nießen.

    Lasst uns den Weg gemeinsam gestalten und gehen! Deswegen bitten wir am 27.9. um Ihre und Eure Stimme für Roger Nießen als Bürgermeister in Würselen.


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